Ein Wort zum Schluss
Von strahlendem Sonnenschein zu stürmischem Regen servierte uns der Wettergott sein ganzes Programm. Eine Herausforderung für all die Verantwortlichen und Helfer an den Ballonen.
An den windruhigen Tagen zeigte sich, wie sehr unsere gemeinsame Geschichte die Menschen (noch) bewegen kann. An den böigen und stürmischen Tagen wurden das Durchhaltevermögen und die Improvisationskraft Aller gefordert. Beides machte die Kraft von SchachtZeichen aus.
Und dann waren da noch die poetischen Momente, wenn sich die großen "Monde" im Nachthimmel wiegten - am Freitag ungläubig bestaunt vom Vollmond.
Es hat kalte Nächte, Kämpfe mit wild schlagenden Ballonen, Notabpolsterungen am Wagen, Spontanreparaturen, Schadensbegrenzungen, Sonnenbrände und durchweichte Stände, Vandalismus, Verluste und manches Stressige bis Unerfreuliche gegeben.
Doch es überwiegen die erfüllenden, begeisternden bis magischen Momente: die Ballone am Himmel, Menschen, die von Standort zu Standort ziehen, die nächtlichen Treffen auf den Hochpunkten, Stadtteilfeste, Ausstellungen, Vorträge, Konzerte und Feiern bis hin zu Hochzeiten und Kindstaufen unter dem Ballon.
Und, was mir immer das Wichtigste war:
Viele Menschen kamen über die gemeinsame Begeisterung an SchachtZeichen miteinander ins Gespräch. Die Nachgeborenen lauschten den Erzählungen der alten Zeitzeugen. Die neu Hinzugezogenen erhielten einen Einblick in das kollektive Gedächtnis und begannen, das Ruhrgebiet zu begreifen. Schüler/innen verstanden (durch Anschauung) was ihnen die Lehrer/innen über den Strukturwandel erzählten. Vereine taten sich zusammen und lebten vor, wie hilfreich es ist, gemeinsam zu handeln. Menschen, die sich seit Jahren aus den Augen verloren hatten, trafen sich unter dem Ballon...
Ein Kunstwerk, das die Menschen bewegt hat. Was will man mehr ?!
Ich bin froh darüber.
Neben den tausenden Helfern vor Ort gilt mein besonderer Dank dem Schachtzeichen-Team - insbesondere der Standortkoordination und der technischen Abteilung, sowie einzelnen Schachtzeichen-Beauftragten in den Städten. Sie waren unter der Woche gerade in den Zeiten der Krisen und Ballonschäden besonders gefordert und haben die Herausforderungen bewundernswert gemeistert.
Wir werden ganz bald eine umfangreiche Dokumentation für den Buchhandel erstellen, den alle (registrierten) Helfer/innen als Geschenk erhalten.
Sie soll vor allem aus Bildern der Aktionen und Ereignisse vor Ort, aus Anekdoten, Geschichten und Statements, aus Kopien von Planungszetteln, Programmen, Gästebuch-Eintragungen, besonderen Pressebeiträgen u.ä. bestehen.
Wir freuen uns auf möglichst umfangreiches Material von den Standorten, auf Beiträge in Wort (Text) und Bild - per mail an schachtzeichen@gmx.de oder auf CD, DVD, Stick o.ä. an:
RUHR.2010 GmbH
Michael Moos
Brunnenstraße 8
45128 Essen
SchachtZeichen wollte das Interesse an unserer gemeinsamen Geschichte und an der Leistung des Strukturwandels im Ruhrgebiet wecken.
Doch gelungen ist mehr als das:
SchachtZeichen gab den Menschen im Ruhrgebiet die Gelegenheit, ihr Gemeinschaftsgefühl und ihren Stolz auf das Ruhrgebiet, auf unsere gemeinsame Kultur, auszudrücken und auszuleben. Das ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Metropole Ruhr, den die Kulturhauptstadt RUHR.2010 bereitet.
Volker Bandelow







