Joachim HUSKE: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier: Daten und Fakten von den Anfängen bis 1997. Bochum: Deutsches Bergbau-Museum 1997.
Mehr als 3300 Zechen, aus denen im Laufe der Jahrhunderte das "Schwarze Gold" zutage gefördert worden ist, existierten im Ruhrgebiet.
Sie bestanden nur wenige Jahre oder länger als ein Jahrhundert.
Sie beschäftigten nur eine Handvoll Kumpel oder mehrere Tausend Mitarbeiter.
Sie förderten die Kohle aus bodennahen Gruben oder aus bis zu 1500 m tiefen Schächten.
Sie bestanden nur aus einem Spundloch oder aus bis zu 12 Tiefschächten, aus denen die
Kohle nach oben gefördert wurde, in die die Arbeiter einfuhren oder über die lebensnotwendige
Frischluft unter Tage gebracht wurde.
Diese Bergbauschächte sind die eigentlichen Wurzeln des Ruhrgebiets.
Hier ist das Leben im Revier, sind kulturellen Traditionen des Ruhrgebiets im Wortsinn in der Erde verwurzelt. Viele dieser Schächte sind bereits dem Vergessen anheim gefallen. Und doch bilden sie das heimliche Muster unter der Stadtlandschaft Ruhrgebiet. Sie sind der Grund für die Ansiedlung von Stahlwerken, von chemischer und anderer Industrie, für die Verteilung der Wohnsiedlungen im Raum, für den Verlauf der großen Straßen, der Eisenbahnen und der Lage der Häfen.
Zeigen wir noch einmal auf die Wurzeln, markieren wir sie mit SchachtZeichen.
Sicherlich gab es mehr als 10.000 Schürfstellen, Tagesöffnungen, Stollenlöcher und Schächte. Nicht alle können in diesem Projekt markiert werden.
Es gilt, eine Auswahl zu treffen: weiter
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